Tag-Archiv für » Ulrike Häußer «

»Vergnügen in der DDR« in Aus Politik und Zeitgeschichte

Mittwoch, 18. Januar 2012 15:08

In der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung Das Parlament – Aus Politik und Zeitgeschichte (Ausgabe 01-03 2012) rückt der Historiker Hanno Hochmuth die Vergnügungskultur in den Blick der Zeitgeschichtsschreibung, die dieses Feld lange Zeit nicht berücksichtigt und Disziplinen wie der Kulturanthropologie, der Medien- und Literatur-Wissenschaft überlassen hatte. Sein Beitrag »Vergnügen in der Zeitgeschichte« argumentiert,

»dass viele Menschen ihre ›Zeitheimat‹ nicht allein an politischen Erfahrungen oder sozialen Errungenschaften festmachen, sondern auch an prägenden Unterhaltungsangeboten, an denen sie zum Teil ihr Leben lang festhalten. Dies gilt in besonderem Maße für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts, in der die moderne Massen- und Vergnügungskultur ihren Durchbruch errang und den Alltag der meisten Menschen nachhaltig prägte. Es ist daher wichtig, dass sich auch die zeithistorische Forschung, nachdem sie sich aus gutem Grund lange vorrangig mit den Schattenseiten der deutschen Geschichte beschäftigt hat, dem Thema Vergnügen zuwendet«.

In seinem Überblick zu wichtigen Beiträgen dieses Perspektivwechsels in der Zeitgeschichtsschreibung fehlt natürlich auch der in unserem Verlag erschienene Band »Vergnügen in der DDR« nicht:

»Vergnügen wird hier weder ausschließlich als Instrument der Manipulation noch allein als Gegenwelt zur Diktatur verstanden, welche die Zwänge und Enge der DDR überlebbar werden ließ; es wird vielmehr als integraler Bestandteil des alltäglichen Lebens begriffen.«

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»Vergnügen in der DDR« in WerkstattGeschichte rezensiert

Mittwoch, 17. August 2011 16:26

In Heft 56 der Zeitschrift WerkstattGeschichte wurde unser Sammelband »Vergnügen in der DDR« besprochen. Juliane Brauer macht in ihrer kritischen Lektüre deutlich, dass dieses Buch sich einer großen Herausforderung angenommen hat.

| So besteht der Verdienst des Sammelbandes eben nicht nur darin, interessierte Leser/innen jenseits des akademischen Betriebes vielfältige Facetten der Freizeitgestaltung in der DDR aufzuzeigen. Gerade die Lücken, wie fehlende Vergleichsperspektiven auf die bundesdeutsche Gesellschaft und der undistanzierte Blick einiger Autorinnen und Autoren auf ein Stück eigene Geschichte verweisen auf eine anhaltende Herausforderung, in dem Versuch, heute DDR-Geschichten zu schreiben. |

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Wie im Westen, nur anders auf H-Soz-u-Kult besprochen

Montag, 11. April 2011 9:04

Unser Titel “Wie im Westen, nur anders” ist auf h-soz-u-kult von Gerd Dietrich besprochen worden. Dietrich lobt:

| Leider kann hier nicht auf die einzelnen Beiträge näher eingegangen werden, aber schon ihre Titel und ihre Aufzählung geben eine Andeutung davon, wie klug, vielseitig, interessant und anregend dieser Band zusammengestellt ist. Einmal mehr wird damit nachgewiesen, wie wichtig es ist, die innere und “konstitutive Widersprüchlichkeit” der DDR und ihre “unaufhebbare Multiperspektivität”, die Grenzen des Herrschaftsanspruchs von Partei und Staat und den erstaunlichen Eigen-Sinn seiner Bürger zu erfassen. Dabei geht es nicht um Verklärung der DDR, sondern um ein “ganz normales Leben”. Der Band “Medien in der DDR” liefert ebenso wie “Vergnügen in der DDR” einen wertvollen Beitrag zu einer Kulturgeschichte der DDR, die freilich noch geschrieben werden muss. |

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Wie im Westen, nur anders in Publizistik besprochen

Freitag, 7. Januar 2011 0:47

Unser Titel “Wie im Westen, nur anders” wurde in der aktuellen Publizistik vom renommierten Medienwissenschaftler Jürgen Wilke besprochen. Wilke urteilt:

|  Wie ernst der Titel gemeint ist, macht der Herausgeber selbst in seiner Einleitung deutlich. Nicht weniger als ein „Paradigmenwechsel in der Mediengeschichtsschreibung“ der  DDR ist beabsichtigt. Unter Hinweis auf die subjektive „Aneignung“ und „Bedeutungszuweisung“  der Medienprodukte durch die bzw. zu den Menschen wird unterstellt, dass die Indoktrination der Bevölkerung der DDR über die staatlich beherrschten Medien an ihre Grenzen gestoßen sei. (…) Diese These für fragwürdig und verharmlosend zu halten, bedeutet nicht, auf Differenzierungen in der Mediengeschichte der DDR verzichten zu wollen, wozu man dem Buch immerhin einiges entnehmen kann. |

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Wie im Westen, nur anders im Deutschlandfunk

Donnerstag, 29. April 2010 23:18

Heute wurde unser Titel “Wie im Westen, nur anders” ausführlich in der Studiozeit – AUS KULTUR- UND SOZIALWISSENSCHAFTEN vorgestellt. Für ihren Schwerpunktbeitrag hat sich Bettina Mittelstraß unter anderem mit Stefan Zahlmann, Uwe Breitenborn, Michael Meyen und Erika Richter unterhalten. Bettina Mittelstraß lobt:

| ”Wie im Westen, nur anders” bietet nicht nur kluge Analysen, sondern auch einen unterhaltsamen Einblick in die Kultur der Medienproduktion und Mediennutzung in der DDR, die sich zwar unter den Bedingungen einer Diktatur, aber keineswegs losgelöst von westdeutschen und europäischen Medienentwicklungen abspielte. |

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Neuerscheinung: Wie im Westen, nur anders

Montag, 22. März 2010 13:22

Pünktlich zur Buchmesse in Leipzig ist unser Band zu Medien in der DDR erschienen: “Wie im Westen, nur anders”. Der von Stefan Zahlmann herausgegebene Band stellt eine These zur Diskussion, die nicht nur den klassischen Medienbegriff erweitert, sondern zugleich betont, dass der Westen in zahllosen Ausprägungen der DDR-Medienkultur erkennbar gewesen ist.

Deutlich wird dies etwa an den Diskussionen um die Ausstrahlung von “Ein Kessel Buntes”, dem Aufstellen von Spielautomaten, oder dem Drucken von Untergrundliteratur auf West-Kopierern. Der Westen steht dabei nicht nur für das deutsche Gegenüber, sondern vor allem als Chiffre für die kulturelle Moderne seit der Aufklärung.

In “Wie im Westen, nur anders” versammelt Stefan Zahlmann Beiträge von Günter Agde, Klaus Arnold, Thomas Beutelschmidt, Uwe Breitenborn, Christoph Classen, Ulrike Häußer, Knut Hickethier, Sylvia Klötzer, Michael Meyen, Volker Petzold, Claudia RuschHenning Wrage und vielen anderen.

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